Projektzusammenfassung
Als Metabolisches Syndrom wird die Kombination von Stoffwechselerkrankungen, bauchbetontes Übergewicht und Bluthochdruck bezeichnet. Menschen, die am Metabolischen Syndrom leiden, haben ein erhöhtes Risikos für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
In letzter Zeit veröffentliche wissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass die Ansammlung von Fett in der Leber eine wichtige Ursache des Metabolischen Syndroms ist. Das HEPADIP-Projekt verfolgt die Hypothese, dass durch Veränderungen in der Wechselwirkung von Fettgewebe und Leber ein Ungleichgewicht zwischen der Fetteinlagerung im Fettgewebe und der zunehmenden Ansammlung von Fett in der Leber entsteht.
Die Ziele des Projektes sind deshalb, die Funktion des Fettgewebes und der Leber sowie das Zusammenspiel zwischen ihnen, die Entstehung von Veränderungen im Fettstoffwechsel, in der Insulinwirkung und den Blutglucosespiegel im Metabolischen Syndrom zu untersuchen. Ziel ist es, dieses Krankheitsbild besser zu verstehen und neue diagnostische Verfahren, vorbeugende Maßnahmen und Therapiestrategien für das Syndrom zu entdecken und zu testen. Das Konsortium wird aus 26 Teilnehmern aus 11 europäischen Ländern bestehen, von denen sechs Teilnehmer kleine Biotechnologie-Firmen sind. Das Projekt wird in verschiedenen Forschungsgruppen bearbeitet, die schwerpunktartig die Biologie des Fettgewebes und der Leber, das Zusammenwirken von Fettgewebe-Leber im gesamten Körper und an ausgewählten Populationen in klinischen Studien und Genanalysen das Metabolische Syndrom untersuchen. Die Studien umfassen sowohl molekulare und genetische Aspekte als auch Untersuchungen am gesamten Organismus und reichen bis zur Untersuchung an Bevölkerungsgruppen. Neben hypothesengetriebenen Ansätzen werden auch neueste Technologien zur Bearbeitung der verschiedenen Fragestellungen eingesetzt. Dabei wird eine beträchtliche Datenmenge erzeugt und durch neue bioinformatorische Methoden, die in der Lage sind biologische Daten mit Informationstechnologien zu kombinieren, analysiert. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen die Ergebnisse, wahrscheinlich in Form von Kooperationsprojekten kleinerer Biotechnologieunternehmen mit größeren Unternehmen, überprüft und neue Anwendungsgebiete erschlossen werden. Das Metabolische Syndrom mag in seiner Charakteristik zwischen Mann und Frau unterschiedlich sein, das Studiendesign und die Analyse wird dieses ansprechen, wo immer dieses von Bedeutung ist. Das HEPADIP-Projekt wird aller Wahrscheinlichkeit nach Möglichkeiten eröffnen, um das Metabolische Syndrom zu bekämpfen.
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